Zwischen Bauernhof, Kräutern und Bewegung – Alltagskompetenzwochen in der 6. Jahrgangsstufe
Gemäß Artikel 131 der Bayerischen Verfassung gehört es zur Aufgabe der Schulen, die Heranwachsenden auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Alltagskompetenzen leisten hierbei einen wertvollen Beitrag, denn in verschiedenen Modulen wird Wissen vermittelt, das es braucht, um den Herausforderungen des Lebens gewachsen zu sein.
Vom Feld auf den Teller
Beim Besuch eines nahegelegenen Bauernhofs erfuhren die Schülerinnen und Schüler, woher die Lebensmittel stammen beziehungsweise wie viel Arbeit in einem Liter Milch oder der Aufzucht von Jungbullen steckt. Der direkte Kontakt zur Landwirtschaft stärkte das Bewusstsein für regionale Produkte sowie nachhaltigem Konsum.
Müll sammeln – Verantwortung für die Umwelt
Die sechsten Klassen beteiligten sich an einer gemeinschaftlichen Aufräumaktion im Schulumfeld sowie Erdinger Stadtpark. Im Anschluss daran ging man insbesondere auf die Folgen von unachtsam weggeworfenem Müll ein. Die Aktion förderte das Verantwortungsgefühl für die eigene Umwelt und machte den Einfluss menschlichen Handelns auf die Natur beziehungsweise das Stadtbild deutlich.
Sinnvoller Einsatz digitaler Medien – Baum- und Pflanzenbestimmung per App
Die 6. Klässler lernten auch den sinnvollen Einsatz digitaler Endgeräte im Alltag kennen. So identifizierten sie mithilfe einer Pflanzenbestimmungs-App heimische Bäume, Sträucher und Blumen. Einzelne Gruppen entdeckten auf der ausgewiesenen Fläche mehr als 40 unterschiedliche Arten. Das Modul zeigte, wie moderne Technologien sinnvoll in Bildungsprozesse integriert werden können.
Im weiteren Verlauf der beiden Wochen lernten die Kinder am Beispiel von Tetra Paks kennen, wie ausrangierten Gegenständen in Form einer kreativen Wiederverwertung neues Leben eingehaucht werden kann. Des Weiteren durften sich die Heranwachsenden in der Herstellung von Kräuterquark und Seife versuchen, in dessen Umfeld auch die Erkundung des Schulgartens nicht zu kurz kam. Bei der Gewaltprävention eigneten sich die Jungen und Mädchen hingegen unterschiedliche Strategien der Konfliktbewältigung an. Ebenfalls maß man den Bewegungskünsten eine zentrale Schlüsselrolle zu. So wurden mithilfe unterschiedlicher Disziplinen die Körperbeherrschung wie auch die Hand-Augen-Koordination trainiert.
Summa summarum machten die Alltagskompetenzwochen deutlich, dass die bayerischen Realschulen ihren Kindern weitaus mehr als nur reines Wissen in den Kernfächern Mathematik, Deutsch oder Englisch an die Hand geben. Stattdessen vermitteln die einzelnen Module lebenspraktisches Wissen, fördern das Verantwortungsbewusstsein und stärken die Persönlichkeit.
Text: Maximilian Auer, Fotos: Bettina Fiehl/Maximilian Auer














