Latein lebt!

Ist Latein eine tote Sprache? Man könnte das meinen, weil Latein heute – im Gegensatz zu Deutsch, Englisch, Spanisch oder Italienisch – nicht mehr gesprochen wird. Trotzdem hat die Sprache der Römer viele Spuren im Alltag hinterlassen.

Denn die Römer haben ein großes Imperium (= Reich) errichtet. Die Teile des Römischen Reiches nennt man Provinzen. Große Teile des heutigen Bundeslandes Bayern lagen damals in den Provinzen Raetia und Noricum. Die Römer stationierten stets viele Soldaten, um Angriffe der Germanen, die jederzeit erfolgen konnten, abzuwehren.

Wenn die römischen Soldaten für das Kämpfen zu alt waren, blieben sie öfter in den Provinzen, in denen sie Dienst geleistet hatten. So kam es zwischen den römischen Soldaten und den Untertanen in den Provinzen immer wieder zu persönlichen Kontakten. Dies blieb nicht ohne Folgen: Die Provinzbewohner übernahmen die Kultur der Römer. Auch viele Wörter der römischen Sprache haben sie übernommen. Diese Entwicklung nennt man Romanisierung.

Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen bekamen die Gelegenheit, an einem Wettbewerb teilzunehmen: In einem mehrteiligen Fotoquiz sollten sie durch Knobeln lateinische Wörter erschließen und so erkennen, wie sehr die lateinische Sprache noch lebendig ist, ohne dass uns dies immer bewusst ist.

So erfuhren die Schüler, dass Computer (computare: zusammenrechnen), Experiment (experimentum: Versuch), Aquarium (aqua: Wasser), Signal (signum: Zeichen), Mensa (Tisch), Pedal (pes: Fuß) und viele andere Wörter mehr auf lateinische Wörter zurückgehen.

Viele Schülerinnen und Schüler haben mit großem Fleiß alle Teile beantwortet. Die drei Schüler, die am besten abgeschnitten haben, bekamen kleine Buchpreise.

1. Preis: Korbinian Vogel (6c)

2. Preis: Alexander Joos (6b)

3. Preis: Korbinian Heckner (6d)

Valete (= Lebt wohl und bleibt gesund)!

Thomas Meier, ehemals Fachschaft Geschichte