Filmgespräch zu Die Unbeugsamen mit Staatsministerin a.D. Ursula Männle

Den Fragen der Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen stellte sich Staatsministerin a.D. Ursula Männle. Der Dokumentarfilm von Torsten Körner, in dem Frau Professor Männle „mitspielt“, zeigt die Geschichte der Politikerinnen in der Bonner Republik. Die Frauen erkämpften sich Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen, Widerstände waren zu überwinden, der Weg zur Gleichberechtigung wurde beharrlich verfolgt und dabei hatten sie mit Vorurteilen und Diskriminierung zu kämpfen. Politik ganz nah und aus erster Hand! Entstanden war die Idee zum Filmgespräch anlässlich des Projekts „“Frauen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – Gleichstellung, bist du schon da?“, welches von Sabine Trettenbacher, Gleichstellungsbeauftragte am Landratsamt, sehr erfolgreich an mehreren Landkreisschulen initiiert und durchgeführt wurde.

Dass sich das noch mehr Frauen zutrauen, ist ihr Wunsch. Auch Frau Trettenbacher hat sich extra Zeit genommen, um den Jugendlichen Rede und Antwort zu stehen. Gleichberechtigung entsteht nicht von selbst. Man muss sich für sie einsetzen. Die Schülerinnen und Schüler erkannten, dass vieles jetzt selbstverständlich ist, was früher hart erkämpft werden musste, wobei Zusammenarbeit eine wichtige Rolle spielte. Ein Schüler meinte, es sei „cool“, dass sich Frau Professor Männle für die Frauen eingesetzt hat.

Mit in den Klassen war auch Margarete Stadlbauer von der Hanns-Seidel-Stifung. Demokratie, Frieden und Entwicklung sind deren Leitspruch. Vielleicht spielt nun so manche Schülerin oder so mancher Schüler mit dem Gedanken, später ein politisches Amt anzustreben.

Von links: Frau Stadlbauer von der Hanns-Seidel-Stiftung, Judith Heugel, die neue Schulleiterin der Herzog-Tassilo-Realschule, Professor Ursula Männle, Elisabeth Friesinger, Mitglied der Erweiterten Schulleitung und Organisatorin der Veranstaltung, und Sabine Trettenbacher, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises ED freuen sich über die gelungene Veranstaltung.

Text von Elisabeth Friesinger, Foto von Bettina Fiehl